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Clockwork Consulting

Kaum eine Branche ruft derart zwiespältige Gefühle hervor wie die der Berater. Für die einen ist es ein faszinierendes Betätigungsfeld mit der Möglichkeit, ein breites Erfahrungswissen über die unternehmerische Praxis zu sammeln und sich anhand von Problemlösungen weiterzuentwickeln. Für die anderen ist es eine Branche, deren Vertreter nach gängigem (Vor)Urteil jung-dynamisch daherkommen, überall die Nase reinstecken, um am Ende dicke Berichte und bunte Präsentationen zu produzieren, die teuer erkauft und wenig hilfreich sind.

 

Diese diffusen Vorstellungen sind teilweise dem ebenso diffusen Berufsbild geschuldet. Es gibt ihn nicht, den einen Beraterlebenslauf, die fachlichen Werdegänge sind ebenso unterschiedlich und individuell wie die dazugehörigen Personen. Neben fachlichem Wissen immer gefragt sind soziale Schlüsselqualifikationen. Sensibel und respektvoll agieren statt Blaupausen überzustülpen, im engen Kontakt mit dem Kunden Lösungen erarbeiten, dabei aber immer die professionelle Distanz wahren. Und: Berater von heute müssen die IT aus dem Effeff beherrschen. Und sie derart gestalten, dass sie in den Augen der Auftraggeber nachweislich zum betriebswirtschaftlichen Nutzen beiträgt. Zahnrädern gleich müssen die Systeme wie in einem Uhrwerk zusammenwirken, damit das Geschäft richtig tickt.

 

Das ist eine enorme Herausforderung. Denn mit der Globalisierung und Vernetzung der Wirtschaft nimmt der Wettbewerb zu, Innovationszyklen werden kürzer, Geschäftsmodelle müssen laufend angepasst werden. Angesichts dieses massiven Wandels wird den Unternehmensführern die Kluft zwischen Geschäft und IT schmerzlich bewusst und entsprechend laut rufen sie nach Beratern, die IT und Geschäftsprozesse miteinander in Einklang bringen. Denn am Ende geht es in der Unternehmens-IT immer um Prozesse.

 

Beim „Business Process Management“, dem zweiten Themenschwerpunkt in dieser IM-Ausgabe, besteht die Herausforderung darin, Projekte nicht nur isoliert zu betrachten, sondern BPM als Gesamtkonzeption zu begreifen und systematisch im Unternehmen zu verankern. Nur die konsequente technologische Integration und Synchronisation aller wertschöpfenden Prozesse mittels State-of-the-Art-Technologiekomponenten und hohem Beratungswissen wird dabei zu signifikanten Wettbewerbsvorteilen führen. Denn ein IT-System für sich schafft noch keinen Nutzen – erst die daraus erzielte Verbesserung des Geschäftsprozesses.

 

Herzlichst, Ihr

August-Wilhelm Scheer